FAQs TATTOO UND PIERCING

Jedes Tattoo / Piercing stellt ein gewisses Risiko dar.

Jedes Tattoo / Piercing kann, wenn auch selten, zu Komplikationen führen. Jedoch achten wir bei jedem Tattoo und Piercing auf eine absolut sterile Umgebung, es werden ausschließlich neue Materialien verwendet, die zugelassen und CE zertifiziert sind und die nach dem einmaligen Gebrauch entsorgt werden. Über die Voraussetzungen für dein Tattoo / Piercing brauchst du dir als Kunde in unserem Tattoo – und Piercingstudio als Kunde keine Gedanken zu machen.

Die wahrscheinlich am häufigsten gestellte Frage: Ist es schmerzhaft bzw. tut es sehr weh? Genau so unterschiedlich wie die Menschen sind, so stellt sich das Schmerzempfinden jedes Einzelnen dar. Einen großen Anteil hat die Tagesverfassung und die genetische Anlage. Dein Tätowierer und Piercer allerdings, sollte dir mit etwas Einfühlungsvermögen und kleinen Tricks den Vorgang angenehm gestalten können.

Über die Risiken (schriftliche Aufklärung bzw. Einverständniserklärung) und die Nachsorge (eine schriftliche Nachsorgeanleitung erhälst du bei uns im Bloodline) deines Tattoo / Piercings wird ein gutes Studio mit dir ein ausführliches Aufklärungsgespräch führen. Achte auf die Hygiene des Studios deiner Wahl.

Allgemeine Risiken beim Tätowieren und Piercen sind zum Beispiel: Allergische Reaktionen, Blutverlust, Thrombose oder ein Kreislaufschock. Diese Komplikationen treten jedoch sehr selten auf und können ggf. von unserem medizinisch ausgebildeten Personal sofort behandelt werden. Während dem Tätowieren und Piercen könnten außerdem unbeabsichtigt Verletzungen der Sehnen oder Muskeln auftreten, auch Nerven oder Blutgefäße könnten unter Umständen beschädigt werden.

Allgemeine Risiken und Komplikationen nach dem Tätowieren und Piercen sind Blutergüsse, Schwellungen, Infektionen, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Narbenbildung, Wetterfühligkeit, Spannungsgefühl, Allergie auf Fremdmaterialien usw. Lass dich gerne jederzeit über Unverträglichkeiten in einem unserer Bloodline Studios aufklären und beachte die Pflege deines Tattoos und Piercings, um die meisten Komplikationen auf einfache Weise zu zu vermeiden. Du findest auf unserer Internetseite zu vielen Piercing-Möglichkeiten spezielle Tipps, um die schnellstmögliche Abheilung zu ermöglichen.

Es gibt Gründe, die gegen das Stechen eines Piercing sprechen. Von einem Piercing abgeraten wird zum Beispiel, bei:

  • Herzerkrankungen
  • Blutkrankheiten
  • Metallallergien
  • Akuten Infektionen
  • Med. bedenklichen Stellen
  • Schwangerschaft
  • Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • Personen die unter Alkohol oder Drogeneinfluss stehen

Eines vorweg: Jede Form von Anästhesie ist für Piercer in Deutschland schlicht und ergreifend nicht erlaubt und findet daher bei uns keine Anwendung.

Dennoch wird bei unser immer wieder gefragt, ob wir ein Piercing nicht betäuben könnten, da man bereits davon gehört oder gelesen hat, dass man das machen könnte. Doch mit welchen Mitteln sollte das erfolgen? Nehmen wir die oft erfragten Möglichkeiten doch mal etwas genauer unter die Lupe:

  1. Eisspray:
    Ist in jeder Hinsicht kontraproduktiv und sollte gerade bei offenen Verletzungen niemals angewendet werden, weil hier die Gefahr von allergischen Reaktionen gegeben ist!

    Der Effekt von Eisspray ist folgender: Wird eine Körperstelle „vereist“, zieht sich das Gewebe in erster Linie sehr stark zusammen und leistet noch stärkeren Widerstand beim Stechen an sich – was wiederum mehr Schmerzen für den Kunden bedeutet!

    Kühlt man das Gewebe tatsächlich so stark, dass das eingesprühte Areal taub ist, ist die Gefahr von partiellen Erfrierungen sehr groß – was wiederum beim „Auftauen“ für spürbar größeres Unbehagen sorgt als das Stechen an sich!
    Unabhängig davon besteht die Gefahr, dass das Gewebe bei Nachlassendem Kühleffekt in seinen Ursprungszustand zurückkehrt und das gestochene Piercing hinterher eine andere Position hat als noch im gekühlten Zustand, ergo: Das Piercing ist hinterher möglicherweise schief.

  2. Lidocainspray:
    Hat auf Schleimhäute tatsächlich eine stark betäubende Wirkung, ist jedoch seit geraumer Zeit in der Apotheke nicht mehr frei erhältlich und darf auch ohne ärztliche Anweisung nicht angewendet werden. Bei einer Lidocainunverträglichkeit des Kunden kann eine allergische Reaktion die Folge sein.

  3. Betäubungsspritze:
    Das setzen von Betäubungsspritzen ist in Deutschland ausschließlich Ärzten und Heilpraktikern im Rahmen der ausgeübten Tätigkeit vorbehalten. Als einzige Ausnahme sind Lokalanästhesien von hierfür eigens geschulten Krankenhausmitarbeitern zulässig, vorausgesetzt, ein Arzt erteilt für jede einzelne Spritze eine ausdrückliche Anweisung!

    Dementsprechend würden wir uns hierbei strafbar machen, die Risiken für den Kunden sind bei unsachgemäßer Ausführung nicht abzusehen. Abgesehen davon: Ein Pieks damit man einen Pieks nicht spürt ist in unseren Augen nicht wirklich zweckdienlich… 

Doch keine Sorge: Ein Piercing ist letztlich ein kurzer Stich den man auch ohne Betäubung ohne weiteres aushalten kann – versprochen.

WICHTIG: WIR SCHIESSEN KEINE OHRLÖCHER. DIES IST ZUM EINEN VERBOTEN UND ZUM ANDEREN SEHR GEFÄHRLICH.

Warum wird im folgenden Erklärt!

Die Ohrlochpistole ist kein Einmalwerkzeug! Folglich wird diese für jeden Kunden verwendet und das ist zum einen gegen die gesetzlichen Vorgaben, zum anderen extrem unhygienisch.

Man muss zwischen zwei Arten von Pistolen unterscheiden. Die klassischen haben eine Ladekammer in die man den Stecker mit der Hand einsetzen muss, auf die Gegenseite setzt man den Verschluss ein. Hier wird also nicht steriler Schmuck verwendet, der allenfalls Desinfiziert wurde, was aber nicht ausreicht und am Ende wird der Schmuck ja mit der Hand eingesetzt. Auch ein Handschuh macht das ganze nicht hygienischer. Denn man setzt einen unsterilen Stecker (der vielleicht desinfiziert wurde) in eine nicht steile Apparatur (Ohrloch Pistole) ein.

Die neueren Ohrlochpistolen haben den gleichen Aufbau und sind auch nicht steril bzw. sterilisierbar aber es wird damit geworben, dass die Stecker in einer sterilen Verpackung und Halterung eingesetzt werden. Das macht es natürlich etwas besser als bei der klassischen Variante, aber noch lange nicht gut. Das Hier entstehende Problem ist, das durch den Federmechanismus der Pistole eine Keimverwirbelung stattfindet. D.H. die Keime an der Pistole werden beim Aufschlag (Schießen) nach vorne auf das Ohr des Kunden geschleudert. Ergo hat man wieder das Hygieneproblem und es drohen diverse Infektionen.

Wie man es auch immer betrachtet, es wird keine wirklich hygienische geschweige denn sterile Lösung mit der Pistole geben. Das Risiko einen Virus oder eine Bakterielle Infektion zu übertragen oder übertragen zu bekommen ist hoch.

 

Die Ohrlochpistole ist ein Schussapparat, der mit einer starken Feder betrieben wird. Beim Schuss wird der Stecker mit kraft durch das Ohrloch gedrückt, das in Bruchteilen von Sekunden. Entsprechend hat das Gewebe keine Zeit sich zu verdrängen. Es wird einfach zertrümmert bzw. zerplatzt. Da der Stecker ja auch Stumpf ist, ist das eigentlich klar. Es ist wie wenn man einen Nagel in einen Fließe oder Fuge schlägt, der Nagel geht irgendwann hinein aber die Fließe oder Fuge springt und das unkontrolliert. Was dann als Brösel am Boden liegt ist einfach zu säubern, aber anders als bei der Fließe verbleibt beim Ohr das zertrümmerte Gewebe im Ohrläppchen. Die Folge ist, das sich dieses „tote“ Gewebe entzündet und sich Nekrosen bilden. Die folge ist, das manche Ohrlöcher dann nie heilen oder sich stetig neu entzünden und auch eitern. Wird der Ohrknorpel geschossen ist das ganze noch eine spur schlimmer! Beim stechen mit der Nadel wird das Gewebe erstmal viel Sanfter durchstochen und kann sich verdrängen, da die Nadel ja hohl ist, wird auch ein Teil des Gewebe entfernt und es entsteht ein Loch das ja der Schmuck auch braucht.

Zu guter letzt tut das Schießen mit der Ohrlochpistole weit mehr weh als das stechen mit der sterilen Piercingnadel.

Das Schießen von Ohrlöchern mit der Pistole erlaubt kein präzises punktgenaues Arbeiten. Das liegt an der Pistole selbst. Zwar kann man einen Punkt auf das Ohr malen aber diesen wird man nicht treffen, denn man kann schlicht nicht sehen wo man hin schießt. So kommt es das oft weit neben den eigentlich vorgesehenen Punkten geschossen wird. Auch ist der Winkel nicht exakt berechenbar, dann hängen manche geschossenen Ohrstecker nach unten oder stehen zur Seite, was bei Kreolen und Ringen sehr nervig ist bzw, ein Tragen unmöglich macht.

So kommt es das man links und rechts am Ende zwei komplett verschiedene Stellen geschossen bekommt und auch verschiedenen Winkel. Entsprechend unschön ist das Ergebnis. Das alles passiert beim Piercen mit der Nadel nicht!

Das BGBI. II Nr. 261/2008 verlautbart, das man sich nur als mündig Minderjähriger Piercen lassen darf (ohne die Eltern wenn die zu erwartende Abheildauer unter 24 Tagen beträgt) sonst mit Einwilligung eines Elternteil bzw. Erziehungsberechtigten (Vormund), was ab 14 Jahren der Fall ist. Mithin kann man allen Kindern unter 14 Jahren auch mit Einwilligung der Erziehungsberechtigten KEIN Piercing stechen.

Das das Schießen mit der Ohrlochpistole konkludent verboten ist ergibt sich aus den Gesetzestexten.

Daher stechen wir alles ausschließlich mit der Nadel. Dies machen wir erst ab dem 14. Lebensjahr und somit nicht bei Kindern, denn so schreibt es das BGBl. II Nr. 141/2003 in Verbindung mit BGBl. II Nr. 261/2008 Absatz 1 vor.

Das Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Ausübungsregeln für das Piercen und Tätowieren, Fassung vom 07.09.2017 fasst den Sachverhalt in einem Dokument zusammen.

Wir halten uns an die Ausübungsregeln Ausübungsregeln für Fußpflege, Kosmetik und Massage durch Gewerbetreibende und die Anforderungen an die Betriebsräume Allgemeine Anforderungen an die Betriebsräume sowie die Vorschriften zur sachgemäßen Abfallentsorgung gemäß der Verordnung Abfälle aus dem medizinischen Bereich .

Darüberhinaus dokumentieren wir die Mitarbeiter Gesundheit gemäß den Vorgaben zur Dokumentation zur Unterweisung betreffend Mitarbeitergesundheit

Unser Piercer erfüllt die Zugangsvoraussetzungen zum Reglementierten Gewerbe entsprechend der Vorschriften Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Zugangsvoraussetzungen für das reglementierte Gewerbe der Kosmetik (Schönheitspflege).

Es gibt keine Ausbildung wie man ein Ohrloch Schießen muss. Die Pistolen werden so verkauft, bedienen kann dies jedes Kind. Aber eine Prüfung wie sie ein Piercer der ein reglementiertes Gewerbe ausführt ablegen muss ist hierfür nicht nötig. Entsprechend haben die Durchführenden keine Erfahrung auf was es anatomisch und hygienisch ankommt. Auch das ist ein Grund warum man sich nicht freiwillig die Ohrlöcher Schießen lassen sollte!

Ich verstehe jene Eltern, die Ihrem Kind mit 6 Jahren und mehr gerne Ohrring stechen lassen wollen, leider sind jedem seriösen Piercer die Hände hier ganz klar, ohne wenn und aber gebunden. Wir machen uns strafbar, die Eltern auch und am Ende verliert man seinen Gewerbeschein. Wenn ein Piercer oder privater Piercer so etwas anbietet, dann ist das absolut unseriös und man kann mit Sicherheit davon ausgehen, das derjenige nichts zu verlieren hat ergo auch entsprechend arbeiten wird.

Auf der anderen Seite irgendwo hingehen, wo die Ohrlochpistole verwendet wird ist auch nicht die richtige Entscheidung, wie oben hoffentlich klar dargestellt wurde.

Ich persönlich hoffe, das sich die Gesetzeslage ändert, wonach man Kindern z.B. ab dem 6 Lebensjahr ein Ohrläppchen mit der Nadel piercen darf. Aktuell kann ich den Eltern nur raten zu warten bis die Kinder 14 Jahre alt sind, denn Egal ob der Hausarzt, der Optiker oder ein Juwelier oder eine Verkaufskraft mit der Ohrlochpistole ein Ohrloch schießt tut man dem Kind wie oben erwähnt nichts gutes.

DIE EINZIGE ALTERNATIVE IST DAS PIERCEN VON DEN OHRLÖCHERN (EARLOBES):

Niemand sollte sich freiwillig die Ohren mit einer Pistole schießen lassen, wie oben erklärt. Die einzige und richtige Möglichkeit ist nur das Piercen mit einer Nadel, das ist von 1,2 mm – 2,0 mm möglich. Wer dehnen will soll gleich einen Tunnel in 2,0mm stechen lassen!
 
Der Vorteil hierbei ist, dass die Earlobes besser und schneller abheilen, das auch steril und genauer als mit der Pistole gearbeitet werden kann. Wer zudem vorhat, die Ohren zu dehnen, sollte auf jeden Fall das Ohrloch mit der Nadel stechen lassen.
 
Allerdings muss man mindestens 14 Jahre alt sein um sich piercen lassen zu dürfen, auch mit Einwilligung der Eltern!

WARUM DARF MAN MIT DER OHRLOCHPISTOLE NEBEN DEN OHRLÖCHERN AUCH WEITER OBEN, Z. B. TRAGUS ODER HELIX ODER AUCH DIE NASE NICHT SCHIESSEN

Da es sich bei diesen Stellen um sogenanntes Knorpelgewebe handelt, welches wesentlich fester als beim Ohrläppchen (Bindegewebe) ist. Außerdem zerfetzt die Ohrlochpistole das Knorpelgewebe, da der Schmuck in das Knorpelgewebe geschossen wird. In diesen Fällen stirbt der Knorpel entweder ab (Nekrose, was aussieht als hätte man ein Loch im Ohr) oder er bildet einen neuen Knorpel mit dem am Austrittskanal vorhandenen Zellgewebe, was zu einem „Höcker“ am hinteren Teil des Ohres führt und eine Neubildung oder auch Wildwuchs darstellt.

Des Weiteren kann man in einer Ohrlochpistole nur die herkömmlichen medizinischen Ohrstecker verwenden, die sehr unangenehm zu tragen sind, wenn man sie in der Nase oder an anderen Stellen außer dem Ohrläppchen trägt.

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STUDIO ERFURT

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STUDIO FREIBERG

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STUDIO BAD KISSINGEN